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Duchesse vom Hause Jung

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Was bedeutet Zucht eigentlich?

Bedeutet Zucht, eine Katze und einen Kater zu besitzen und diese immer wieder Nachwuchs auf die Welt bringen zu lassen? Nein, denn Zucht bedeutet Selektion und nicht die bloße ständig wiederkehrende Verpaarung von den selben Elterntieren.

Bei unserer German Rex ist Selektion unumgänglich: der Genpool muss erweitert werden, der Standard soll gefestigt werden (Familiengesicht kreieren) und die Gesundheit ist bei dem Rasseaufbau ein weiterer wichtiger Punkt.

Diese Aspekte zusammen zu bringen stellt eine Herausforderung dar, denn Ausfallschritte (Outcross = Einkreuzung einer anderen Rasse) sind immer wieder erforderlich.
Das heißt: Katzen fremder Rassen ziehen in den Zwinger, Verpaarungen werden durchgeführt und das vielversprechendste Baby (Rassestandard, Fellstruktur und/oder Charakter z.B.) bleibt in der Zucht.
So kann man den Fortbestand sowie die Weiterentwicklung der German Rex fördern.

Worauf läuft diese Vorgehensweise hinaus?
Irgendwann beherbergt man eigentlich hunderte von Katzen.
Da stellt sich die Frage nach artgerechter Haltung und Tierschutz.
Ein Herdentier ist auch die German Rex nicht.
Jedes einzelne Tier (egal ob gelockt oder glatthaarig) hat einen Anspruch auf Liebe, Zuwendung, Fürsorge.
Aus meiner Sicht als Tierschützerin funktioniert das aber nur bei einer kleinen Anzahl von Katzen im Haus, ansonsten ist man nur noch Versorger: Katzenklos reinigen, füttern; die Finanzierung muss ebenfalls gesichert sein (Tierarztbesuche, Vorsorgeuntersuchungen, Seuchentests, Impfungen, Ausstellungen usw.).
Zu einer seriösen Zucht gehört aber auch, und vor allen Dingen, Zeit für die Tiere, Zeit für die Aufzucht und Sozialisierung der Babys.

Um diesen Ansprüchen entsprechen zu können, muss man zum Wohle der nicht mehr für die Zucht benötigten Tiere ein anderes schönes Zuhause suchen und finden, denn jedes Geschöpf hat Anrecht auf ein glückliches Leben.

Dafür hat ein „guter“ Züchter zu sorgen (unter anderem).

Gesunde Zuchtkatzen – Eins der Themen: PKD

Krank werden kann einmal jedes Lebewesen.

Das Thema „PKD“ (polyzistische Nierenerkrankung) ist auch ungewöhnlich in unseren Kreisen und bislang liegen in unserer direkten Linie vom Hause Jung keine Erbkrankheiten vor (Gentest).

Nun ist aber eine PKD bei mindestens einem Bruder von Annelie aufgetreten.

Was heißt das für uns?

Die Nieren unserer Lilly (Annelie) sowie von ihrer Tochter Bibi (Duchesse) wurden geschallt sowie Gentests durchgeführt.

Das Ergebnis:

Lilly und Bibi sind gesund. Beide Katzen sind keine PKD-Träger. Dies trifft auf alle Kinder von Lilly zu.
Wir können demnach beruhigt mit unseren gesunden Katzen züchten. Ansonsten wären sie raus aus der Zucht und alle Betroffenen informiert worden.
Natürlich sind diese Untersuchungen nicht gerade günstig, aber unumgänglich, den Tieren zuliebe.

Hier ein Auszug aus Wikipedia:

Die Bekämpfung richtet sich auf das frühzeitige Erkennen erkrankter Tiere aus der Zucht (meine Anmerkung: dies gilt natürlich auch für Leukose und weitere schwere Erkrankungen).

Mit der Verpaarung zwischen einer polyzistisch-heterozygoten Katze ist es zwar möglich, PKD-freien Nachwuchs zu züchten (siehe den erkrankten Bruder von unserer gesunden Lilly; also 50% gesund und 50% krank).“

Aber… wer will das schon? 100% gesund ist der einzige Weg in der Zucht. Also muss der kranke Elternteil von Lilly ermittelt und aus der Zucht genommen werden.
(Die Krankheit muss ja nicht gezwungenermaßen ausbrechen. Aber man darf nicht mit so einem
Tier züchten.)
Es kann der Vater oder die Mutter sein, da die PKD autosomal dominant (also geschlechtsunabhängig) vererbt wird.

Wichtig: aus solch einer Verpaarung eines kranken Elternteiles mit einem gesunden Elternteil können immer wieder auch Tiere mit PKD fallen.

Diese Zucht ist nach §11 des deutschen Tierschutzgesetzes nicht erlaubt.

Aufgrund der monogen vererbten Einzeldefekte und Erkrankungen ist sie als Qualzucht eingestuft.

Sofern solch eine Verpaarung wissentlich durchgeführt wird, macht man sich strafbar.

Fazit: sobald eine Krankheit auftaucht, besteht Handlungsbedarf.

Wir haben die PKD für unseren Zwinger ausgeschlossen und gehen verantwortungsvoll mit der Zucht um, denn der Tierschutz stand und steht für uns immer an erster Stelle.

Dies ist unser Weg; schon immer gewesen.

Die Neugier ist der Katze Tod….

Katzen sind von Natur aus neugierig.
Daher gilt es auf die Gefahren im Haushalt zu achten, da Katzen immer alles erkunden, entdecken wollen und müssen.

Hier noch einmal eine kurze Auflistung etwaiger Gefahrenquellen:
– Giftige Zimmerpflanzen (Efeu, Christsterne, Orchideen, Alpenveilchen, Azaleen uvm.)
– Kippfenster
– Türen im Durchzug, die unkontrolliert zuknallen können
– Halsbänder, Kabel, Schnüre
– Kerzen, Feuer
– Badewasser, Toilettendeckel
– Elektrische Geräte wie Waschmaschine, Wäschetrockner, Backofen.
Diese können als Verstecke für den Stubentiger dienen.
Daher vor Benutzung immer kontrollieren!
– Putzmittel, Desinfektionsmittel, Chemikalien, Medikamente, Bodenwischtücher (Katzenpfoten kommen in Kontakt beim drüber laufen und werden dann sauber geschleckt. So gelangt das Gift in den Katzenkörper.)
Putztipp: Lavendelreiniger desinfiziert und ist nicht gefährlich
– Weihnachtsdekoration wie Lametta, Geschenkband, Tannennadeln usw.
Ich erziehe unsere Katzen, indem ich sie anpuste. Dieses Geräusch und der Luftzug ähneln dem Fauchen einer Katze.
Eine kleine Orchideensprühflasche dient ebenfalls gut dazu.