Frisch aus dem Druck: Kleiner Katzenratgeber

Dieser Ratgeber umfasst im Din A4-Format 45 informative Seiten über

  • Entwicklung und Fortpflanzung
  • Trächtigkeit und Geburt
  • Aufzucht
  • der Zyklus eines ganzen Katzenlebens
  • Das Gebiss der Katze
  • Die alte Katze
  • Katzenklo
  • Ernährung
  • Wichtigkeit von Vitaminen
  • Impfung
  • Entwurmung
  • Kastration
  • artgerechte Haltung
  • Trinkverhalten
  • kleine Hausapotheke
  • Notfallmaßnahmen
  • Pflanzen und Katzenhaltung
  • Lysin und Silberwasser
  • Katzenzusammenführung
  • Krankheiten und Gesundheit von A – Z

Preis: 10,- Euro / Stück
Bei Interesse bitte Mail an:
info@vom-hause-jung.de

Urheberrecht und Autor:
Kirsten Müller-Jung, Duisburg (NRW)

April 2016

 

 

 

Das Katzenklo macht die Katze froh

Das trifft allerdings nur zu, wenn die Katzentoilette mehrmals täglich (mindestens zweimal) gereinigt wird. Hygiene ist in einem Katzenhaushalt das A und O, denn nicht nur der Mensch mag es sauber, auch die Katze ist ein sehr reinliches Tier und wird sich andere Orte für ihr Geschäft suchen, sofern ihre Toilette verdreckt sein sollte.

Dabei gilt die Regel: Zwei Toiletten für eine Katze, drei Toiletten für zwei Katzen. Leben in Ihrem Haushalt mehr als drei Katzen rechnet man pro Katze eine Toilette plus eine Toilette zusätzlich.

In unserem Haus gibt es auf jeder Etage Katzenklos, denn manchmal ist der Gang von hoch oben bis hinab in den Keller für eine junge Mieze doch zu viel verlangt. Darüber hinaus müssen sich die Katzenklos an einem ruhigen Ort befinden. Ohne menschlichen Durchgangsverkehr, ohne elektrische Geräte (Waschmaschine, Wäschetrockner usw.).

Einmal wöchentlich empfiehlt es sich, das Streu komplett zu entfernen, die Katzenklos auszukochen und mit Sagrotan oder Lavendelreiniger zu behandeln. Die Böden werden dann ebenfalls gründlich gereinigt, desinfiziert, die Toiletten mit frischer Streu befüllen und schon fühlen sich die Samtpfoten wohl. Hygiene gilt nicht nur für die Katzentoiletten und deren Umgebung. Die Liegeplätze, Decken usw. müssen ebenfalls regelmäßig gereinigt werden. Kontrollieren Sie auch immer wieder den Kratzbaum. Staubsaugen ist sowieso selbstverständlich.

Unsere Babys ziehen in der Regel im Alter von 12 Wochen aus und sind dann schon lange stubenrein. Bei uns lernen die Kleinen auch verschiedene Streuarten und unterschiedliche Formen von Katzentoiletten kennen.

Falls doch mal ein „Unglück“ passieren sollte… hier eine Checkliste:

  • Sind die Katzenklos sauber?
  • Wird das Katzenstreu akzeptiert oder ist es eine ganz neue unbekannte Marke für die Katzen?
  • Haben Sie täglich wirklich genug Zeit mit Ihrer Katze verbracht? Spielen? Kuscheln? Eine Katze braucht viel Zuwendung!
  • Gab es in der Familie Zank, Streit, Stress? Ist jemand ausgezogen oder hinzugekommen? Ein neuer Mensch? Eine neue Katze? Oder evtl. ein Hund?
  • Wird das Katzentier evtl. geschlechtsreif und markiert daher?
  • Liegt ein medizinisches Problem vor (Blasenentzündung, Harngries …. )? Bei Unsicherheit sollten Sie sofort den Tierarzt konsultieren.

Ihhhh, Du stinkst… Zank und Streit nach Tierarztbesuch

Um Zank und Streit nach einem Tierarztbesuch zu vermeiden, rate ich immer, den Tierarzt zu sich nach Hause kommen zu lassen oder mit beiden Katzen gleichzeitig (sofern man eben zwei Katzen hat) die Praxis aufzusuchen.

Gezank entsteht nämlich immer dann von dem Zuhause gebliebenen Katzentier aus, da der Patient nach Praxis, krank und fremd „stinkt“. In diesem Zustand gehört er nicht zum Rudel, wird angefaucht, angeknurrt, vielleicht sogar gehauen.

Musste ein Katzentier nun doch alleine dem Tierarzt vorgestellt, kann der kleine Patient Zuhause auch erst einmal separat in einem Zimmer einen Tag verbringen, um den heimischen Duft wieder annehmen zu können.

Alle unsere Katzeneltern kennen diesen Hinweis von mir.
Ich selber halte mich schon seit mehr als 30 Jahren daran und bin damit immer zufrieden gewesen. 🙂

 

Weitere Infos zum Thema Gesundheit von Katzen finden Sie hier:
http://www.german-rex.info/index.php/gesundheit

Warum die Kastration von Liebhabertieren so wichtig ist

Letzte Woche mal wieder selbst erlebt und eingegriffen:
geliebte (oder eher ungeliebte) Hauskatzen laufen jahrelang dauerrollig im Haus herum. Sie markieren, sind unzufrieden, schwanken zwischen Aggression und Depression. Man kann von Tierquälerei sprechen…. Endlich fand der Gang zum Tierarzt statt: fortgeschrittene geschlossene Gebärmutterentzündung, Tumore sowie Zysten an der Gesäugeleiste usw.. Eine Gebärmutter stand schon kurz vor dem Platzen. Dies hätte den baldigen Tod der Katzendame bedeutet. Aber auch die Tumore werden schnell lebensbedrohlich und müssen operativ entfernt werden.
Eine Folge daraus, dass die beiden Katzendamen nicht gepflegt wurden.
Die Tiere hatten nie eine Ruhephase zwischen den Rolligkeiten, die Abstände waren viel zu kurz, da ein Deckakt nicht stattfand und somit der Eisprung ausblieb; Schmerzen waren ihr täglicher Begleiter.
Nicht nur ein verantwortungsvoller Züchter sollte regelmäßig seine Katzen untersuchen und seine Vierbeiner artgerecht halten. Auch Liebhaber sind verpflichtet, sich ordentlich um ihre Tiere zu kümmern; selbst wenn es sich nicht um Rassekatzen handelt.
Wer nun meint, das gilt nur für Katzendamen und nicht für Kater irrt.
Auch Kater, die nicht zur Zucht eingesetzt werden, sind kastriert glücklicher. Sie neigen nicht zum Streunen, es finden keine Revierkämpfe statt, Verletzungen bleiben aus und es wird nicht im eigenen Haushalt markiert. Auch Katzendamen können übrigens in ihrem Umfeld markieren.
Wer nun jedoch immer noch glaubt, jede Katze sollte mindestens einmal in ihrem Leben Nachwuchs haben, irrt ebenfalls. Der Deckakt an sich ist für die Katzendame nicht angenehm. Hier setzt sich lediglich der Trieb zur Arterhaltung durch.
Die Kastration ist eine vernünftige Entscheidung. Man verringert durch diesen Eingriff deutlich die Gefahr der eingangs beschriebenen beiden Fälle: gefährliche hormonelle Erkrankungen wie Tumore, Gebärmutterentzündungen, Zysten oder auch Prostatakrebs bei einem Kater.
Die Tiere können ein zufriedenes Leben führen.
Man fördert damit positive Eigenschaften wie z.B. die Menschenbezogenheit.
Den Zeitpunkt dieses Eingriffs bespricht man mit seinem Tierarzt. Einen Kater würde ich persönlich immer erst nach dem vollendeten 6. Lebensmonat kastrieren lassen, ein Mädchen vor oder nach der ersten Rolligkeit (ebenfalls nach Absprache mit dem Tierarzt in Einbezug der Lebensumstände der Katze).
Kastration bedeutet hier das operative Entfernen der Keimdrüsen.
Das sind beim Kater die Hoden, bei der Katze die Eierstöcke.

Mehr zum Thema „Gesundheit von Katzen“ gibt es auf meiner Website: http://www.german-rex.info/index.php/gesundheit

 

 

Die Neugier ist der Katze Tod….

Katzen sind von Natur aus neugierig.
Daher gilt es auf die Gefahren im Haushalt zu achten, da Katzen immer alles erkunden, entdecken wollen und müssen.

Hier noch einmal eine kurze Auflistung etwaiger Gefahrenquellen:
– Giftige Zimmerpflanzen (Efeu, Christsterne, Orchideen, Alpenveilchen, Azaleen uvm.)
– Kippfenster
– Türen im Durchzug, die unkontrolliert zuknallen können
– Halsbänder, Kabel, Schnüre
– Kerzen, Feuer
– Badewasser, Toilettendeckel
– Elektrische Geräte wie Waschmaschine, Wäschetrockner, Backofen.
Diese können als Verstecke für den Stubentiger dienen.
Daher vor Benutzung immer kontrollieren!
– Putzmittel, Desinfektionsmittel, Chemikalien, Medikamente, Bodenwischtücher (Katzenpfoten kommen in Kontakt beim drüber laufen und werden dann sauber geschleckt. So gelangt das Gift in den Katzenkörper.)
Putztipp: Lavendelreiniger desinfiziert und ist nicht gefährlich
– Weihnachtsdekoration wie Lametta, Geschenkband, Tannennadeln usw.
Ich erziehe unsere Katzen, indem ich sie anpuste. Dieses Geräusch und der Luftzug ähneln dem Fauchen einer Katze.
Eine kleine Orchideensprühflasche dient ebenfalls gut dazu.